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Alpencross Tegernsee – Drei Zinnen 28.06. – 04.07.2008 |
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Vor einem Alpencross beschäftigt man sich eigentlich immer mit den gleichen Fragen, wie viele Etappen, wie schwer darf der Cross sein (Höhenmeter, Fahrtechnik und so), wer fährt mit über die Alpen und wann geht es los. Diesmal stellten wir uns die Frage, wo liegt unser Ziel? Gardasee, wie es einem fast schon automatisch in den Kopf kommt, wenn man an einen Alpencross denkt oder vielleicht doch mal zum Comer See, Lago Maggiore oder den Drei Zinnen. Letztlich entschieden wir uns für den Alpencross vom Tegernsee zu den Drei Zinnen. Achim Zahn bewertet den Cross in seinem Buch Alpencross in der Kategorie Erlebniswert mit der vollen Punktzahl, wobei bei Kondition und Fahrtechnik in der Bewertung nach oben noch Luft ist. Ein Cross wie gesucht, kein Stress, keine endlosen Schiebe- oder Tragepassagen und keine lange Tagesetappen bis in den Abend hinein.
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Tag 1 Anreise nach Lenggries - Durch das Karwendel ins Inntal 58 km 1 034 Hm Geislingen - (Zugfahrt) - Lenggries -Sylvensteinsee - Rißbachtal - Plumsjochhütte - Gernalm Anreise: Mit dem Wochenendticket von Geislingen (6:15 Uhr) nach Lenggries (10:45 Uhr) Um nicht gleich am ersten Tag in Stress zu geraten, kürzten wir die Etappe und entschieden uns für eine Übernachtung auf der Gernalm. Eine gute Wahl wie sich vor Ort zeigte. Vom Startpunkt rollten wir flott entlang der Isar durch das Rißbachtal. Gestört wurde die Idylle nur durch das quietschen von Markus seinem MTB. Trotz mehrer Stops und einer Ladung Öl bekam er es nicht wirklich in Griff. Vorbei am Sylvensteinsee ging es über die Grenze nach Österreich. In Hinterriß dann unsere erste Auffahrt des diesjährigen Alpencross. Die Auffahrt zur Plumsjochhütte ist genau richtig um sich an das Reisegepäck zu gewöhnen und seinen Tritt zu finden. Oben angekommen wurden erst mal unsere neuen Trikots von ca. 10 Alpencrossern bestaunt. Nach einem Erfrischungsgetränk ging es an die grobschotterige Abfahrt zur Gernalm. Durch das traumhafte Sommerwetter hatte Markus bis zum Abend einen ordentlichen Sonnenbrand an Armen und Beinen bekommen, er hatte morgens im Zug nur sein Gesicht eingecremt.
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Tag 2 In die Tuxer Alpen 58 km 1 843 Hm Gernalm - Gerntal - Achensee - Weidener Hütte - Geiseljoch - Geislerhof Nach einer erholsamen Nacht und einem guten Frühstück ging es pünktlich um 8:30 Uhr los zu unseren 2. Etappe. Um 8:35 Uhr forderte Markus bereits seinen ersten Servicestop. Er war der Meinung seine Bremsbeläge würden ein nervendes Geräusch verursachen. Nach einem Bremsenservice stellte sich auf der rasanten Abfahrt heraus, dass irgendwas anderes an seinem Bike ein furchtbares Quietschen verursachte. Völlig entnervt bekam der Dämpfer und die umliegenden Schrauben eine gute Ladung Kettenöl. Endlich konnten wir uns wieder aufs Radeln konzentrieren und genossen die herrliche Landschaft um den Achensee. Vom tiefsten Punkt in Schwaz (545 m) ging es über die Weidener Hütte (1.800 m) zum Geiseljoch auf 2.291 m. Der Schweiß lief in Strömen, im Schatten hatte es 30°C und davon hatten wir auf der Auffahrt so gut wie keinen. Erst 2 Tage vor dem Alpencross haben wir glücklicherweise bemerkt das die Weidener Hütte wegen Umbauarbeiten noch bis in den Herbst geschlossen hat und wir suchten uns ein geeignetes Nachtlager. An einem Dorfbrunnen trafen wir wieder unsere Trikotbewunderer von der Plumsjochhütte, die ebenfalls auf der Gernalm übernachtet hatten. Vom Geiseljoch hatten wir einen fantastischen Ausblick auf das noch schneebedeckte Tuxer Gebirge. Ein einzelner Alpencrosser riet uns noch auf der Abfahrt zur Vorsicht vor einer Sackgasse (endet im Bauernhof). An besagter Kreuzung, lockte Stefan die Aussicht auf einen interessanten Streckenabschnitt und wir machten genau den Fehler vor dem wir gewarnt wurden. Mit der nötigen Achtsamkeit war die restliche Strecke zum Geislerhof kein Problem. Ein Hausgast fragte uns, wie lange es denn unten vom Tal mit dem MTB sei. Auf die Antwort wir kommen von oben, verdrehte dieser nur die Augen und schwieg. Nach einem deftigen wohldosierten Abendessen, begann das Warten auf das EM-Finale Deutschland-Spanien. Markus zog extra sein Deutschland T-Shirt an, das er von seinem Bruder zum Geburtstag bekam und er als kleines Extra mit über die Alpen nahm. Leider brachte der Glücksbringer nix, doch waren wir nicht unglücklich, dass die Partie nach der regulären Spielzeit aus war und wir nicht zu spät und zu vielen isotonischen Getränken ins Bett kamen.
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Tag 3 Entlang des Zillertaler Alpenhauptkamms zum Brenner 49 km 1 750 Hm Geislerhof - Hintertux - Tuxer Joch- Nösslach – Sattelalm Sabine hatte an diesem Morgen sich vorgenommen, Markus den ersten „Servicestop-Ruf“ ab zu nehmen. Sie brach kurzer Hand vor dem Start die Roadbookhalterung am Lenker ab. Laut dem Motto „Morgenstund ist Bastelstund“ machten wir uns ans Werk. Die Abfahrt nach Vorderlanersbach verging wie im Flug, bei den km/h Werten aber auch kein Wunder. Auf der leicht ansteigenden Straße nach Hintertux wurde uns aber recht schnell wieder warm und spätestens die erste Rampe zur Bichlalm brachte uns kräftig zum Schwitzen. Eine behornte Kuh die einen verfolgt, wirkt da wie EPO! Nach der Bichlalm war immer wieder auch schieben angesagt. Vor einer, auf dem Abstieg befindlichen Rentnergruppe forderte Markus uns auf wieder in die Pedale zu treten, um den verdienten Applaus zu erhalten. Dieser war uns dann natürlich garantiert und so manchem entlockten wir in einem unverkennbaren Sächsisch „ die sind super dref, hipp, hipp…“. Beim Betrachten der Gondeln bemerkten wir, dass die ersten „Wintersportler“ bereits vom Gletscher herab fuhren. Nach der Fotopause an der Mittelstation/Sommerbergalm, war wieder das Motto „Wer sein Fahrrad liebt, der …“ angesagt. Irgendwie hatten wir uns bei der Planung der heutigen Etappe total verhauen und so bestellten wir am Tuxer Jochhaus um ca. 13 Uhr Kaffee und Kuchen und stornierten gleichzeitig die reservierten Schlafplätze. Hier oben trafen wir dann zum ersten Mal H & H, zwei Alpencrosser, die die gleiche Tour fuhren wie wir. Sie entschieden sich, wie wir bis zur Sattelalm am Brenner zu fahren. Die Abfahrt vom Tuxer Joch auf einem sehr engen verblockten und ausgewaschenem Trail, ist nur was für wenige Downhillspezialisten, wie zum Beispiel, Stefan. Er hatte seinen Spaß und nahm bereits ein Sonnenbad im Tal, kurz vor Kasern, bis Sabine und Markus ihre Bikes, die ca. 600 Hm herunter geschoben hatten. In Stafflach machten wir dann eine Vesperpause und entschieden uns die Alternative „Fußweg nach Nösslach“ zu fahren. Sorry, zu schieben! Einzig der imposante Blick von unten auf die Brennerautobahn lässt einen die Anstrengung vergessen. Nach dem die Sonne am Tuxer Joch noch komplett in den Wolken verschwunden war, schenkte sie uns nun zusammen mit dem blauen Himmel und den schneebedeckten Berggipfeln ein wunderbares Panorama. Der Hüttenwirt der Sattelalm grinste bereits als wir nach einem Schlafplatz fragten. Er war bereits total überbucht. Er bot uns dennoch ein Notlager auf dem Boden in einem schnuckeligen Nebenraum an. Markus meldete ihm gleich noch die Ankunft von H & H. In der Sonne genossen wir die wunderbare Lage und einmalige Atmosphäre der Sattelalm. Steife probierte sich an der Slackline und man tauschte sich mit H & H über die ersten Erlebnisse auf den Etappen aus. Das leckere Abendmenü brachte uns dann fast noch zum platzen. Um das Unglück abzuwenden wurde der Nachtische kurzerhand in einen Verdauungsschnaps umbestellt.
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Tag 4 Über die Brenner-Grenzkämme ins Pfitscher Tal 55 km 2 106 Hm Sattelam - Sattelberg Kaerne - Brenner-Grenzkamm - Brennerbad - Enzianhütte - Schlüsseljoch - Pfitscher Tal - Gasthof Alpenrose
Der Tag begann mit einem gemeinsamen und reichhaltigen Frühstück. Nach 20 Minunten im Sattel und zu Fuß begann Markus das Überlegen. Er war sich nicht sicher ob er sein Trikot eingepackt hatte. Dies fand er aber in seinem Rucksack, jedoch hatte er seine Hose bei der Alm vergessen. Fazit: 10 Minuten abwärts joggen und wie ein Walker wieder 15 Minuten (167 Hm) hoch hetzen. Währenddessen drehten Sabine und Stefan auf dem Trail ein paar Filmchen und brachten die Räder vor einer Horde Kühne in Sicherheit, welche aus allen Ecken des Waldes hervor kamen. Am Sattelbergkreuz waren bei einem herrlichen Blick auf die Brennergrenzkammstraße schnell alle Strapazen vergessen. Sabine und Markus erzählten immer wieder vom letzten Alpencross, da hatte es hier knapp über Null Grad und Null Prozent Aussicht. An der ersten Ruine auf der Abfahrtsstrecke suchten wir unseren Weg. Dabei sahen wir MTBler die querfeldein den Weg kürzten und noch nicht abfuhren. Wir entschlossen uns ihnen zu folgen, doch nicht immer wissen es die anderen Besser. Nach einer blöden und unnötigen Schiebepassage begann die eindrucksvolle Abfahrt nach Gossensaß. Unten angekommen mussten wir wieder hochfahren nach Kreith, unserem eigentlichen Zwischenziel. Unsere geplante Pause verschoben wir immer wieder, bis wir von der Enzianhütte standen. Der Hüttenwirt war heute wohl schon einer seiner besten Gäste. Und wir waren überhaupt nicht traurig, dass wir hier nicht übernachteten. Nach einer Stärkung machten wir uns auf die Suche nach dem Weg zum Schlüsseljoch. Markus wies uns den Weg welcher uns schnell 160 Hm höher brachte. Stefan der voraus fuhr, berichtete jedoch lautstark vom Ende des Weges und wir hatten mal wieder ein paar Höhenmeter umsonst gemacht. Der richtige Weg war eine supersteile Rampe an der zu Beginn nicht ans pedalieren zu denken war. Am Schlüsseljoch angekommen blickten wir nochmals auf die Brennergrenzkammstraße. Stefan entdeckte hier oben eine Verletzung (Beule) an der Schwinge seines Cheetah. Nach der 1000 Hm-Abfahrt nach Fußendraß hatte er dann auch selbst eine Verletzung (Beule) am Schienbein, durch einen Steinschlag erlitten. Markus dachte während der Abfahrt immer wieder: thanks God I have a fully. Mal wieder erwischten wir eine supergute Unterkunft mit sehr lecker schmeckendem Essen (4-Gänge-Menü). Am Abend dachten wir immer wieder auch an H&H und wo sie wohl seien.
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Tag 5 Königsetappe Über das Pfunderer Joch in die Dolomiten 62 km 2 550Hm Alpenrose - Pfitscher Tal - Pfunderer Joch - Pfunders - Pustertal - Vintl - Starkenfeldhütte
Heute gibt es zum Start in den neuen Tag gleich mal steile 1200 Hm am Stück hoch und das ohne Gnade für die doch schon etwas müden Beine und Popos. Sabine stellte den treffenden Vergleich: das ist wie circa 8 mal die alte Weiler Steige nur mit einem 6 – 8 Kilo schweren Rucksack. Der Regen in der Nacht hatte zum Glück ganze Arbeit geleistet, die Temperatur war angenehm gesunken und wir hatten eine geniale Fernsicht. Auf der Auffahrt bekam das Pfunderer Joch von Sabine den Namen Blumenjoch verliehen. Es gibt wohl keine schönere Zeit in den Alpen als Mitte Juni bis Anfang Juli, wenn es überall blüht und einen die schneebedeckten Gipfel grüßen. Apropos Schnee. Am Pfunderer Joch fanden auch wir das in sämtlichen Berichten beschriebene Schneefeld. Die Schätzungen über die Höhe des Schneefeldes an der Rückseite gingen von 5 über 18 bis über 24 m, ohne Zweifel war es recht imposant und hoch. Auf der Abfahrt mussten wir noch mindestens 6 kleinere Schneefelder überqueren. Die 1600 Hm Abfahrt bot uns die ganze Palette von unterschiedlichen Wegen über Trails, Schotterstraßen, asphaltierte Straßenpassagen und Bachüberquerungen gelangten wir nach Niedervintl im Pustertal. Auf der ca. 10 km langen Passage auf dem Radweg gaben wir, wegen dem drohenden Regen mächtig Gas. Wir entschieden uns für das Risiko und die Auffahrt zur Rastner Hütte. Unser Mut wurde nicht belohnt und wir sollten unsere Regenkleidung noch einem wahren Härtetest aussetzen. Völlig durchnässt und ausgekühlt (es kühlte auf ca. 5 Grad ab) erreichten wir die Rastner Hütte um festzustellen, dass diese geschlossen hatte. Hilft ja nix, weiter zur Starkenfeldhütte, dachten wir uns. Hier wollte der Wirt uns weiterschicken, da er fürchtete, dass es in der Nacht laut werden könnte. Ca. 20 Gleitschirmflieger hatten sich zur Hüttengaudi angemeldet. Von einer lauten Party bekamen wir nichts mit, da wir total erschöpft frühzeitig ins Bett fielen und tief und fest schliefen.
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Tag 6 Über die Pustertaler Berge zur Fanesalpe
49 km 1 650 Hm Astjochkamm - Plonerbach - Turnaretscher Hütte - Lüsener Joch - St. Vigil - Rautal - Faneshütte
So fest schlief wohl auch das Hüttenpersonal, am nächsten Morgen warteten wir mit den anderen Gästen über 45 Minuten auf das Frühstück. Ein wohl sonst netter Trail führte Richtung Lüsener Joch, durch den vielen Regen war er aber so rutschig, dass selbst Stefan auf dem Wurzeltrail zu fluchen begann. An der Turnaretscher Hütte trafen wir überraschender Weise wieder H & H. Eigentlich dachten wir die seien weit hinter uns. Die „Harten“ sind aber an Tag 4 noch über das Pfunderer Joch! Nach dem man sich über das Erlebte ausgetauscht hatte und noch 4 Jungs aus Kempten ankamen (hatten sich den gleichen Alpencross ausgesucht), ging es weiter Richtung Zwischenwasser zum shoppen (Trinken, Brötchen, Käse, Süßigkeiten). Das H & H-Team hatte nach keinen 25 Hm Richtung St. Vigil einen Kettenriss und stand recht ratlos am Straßenrand. Wir konnten ihnen mit einem Kettenschloss weiterhelfen und vereinbarten ein Bier am Abend als Rechnungsbetrag. Durch das Rautal ging es auf einer leicht ansteigenden Asphaltstraße nach Pederu. Die letzten Höhenmeter zur Faneshütte schlängelten sich ordentlich steil durch eine riesige Steinhalde, der sandartige Untergrund und die Sonne verlangten alles von uns ab. Die Faneshütte gleicht eher einem Hotel als einer Berghütte im klassischen Sinne. Die einmalige Aussicht von der Terrasse auf die Kreuzkofelgruppe ließen die Anstrengungen aber gleich wieder vergessen.
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Tag 7 Hoch über Cortina zum Misurinasee 55 km 1 885 Hm Faneshütte - Limojoch - Fanestal - Passo son Forca - Passo di Tre Croci - Misurinasee - Rif. Lavaredo - Drei Zinnen Hütte
An diesem Morgen funktionierte der Plan, 6:15 Uhr aufstehen, 7:00 Frühstück und 7:40 Uhr Start zur 7. Etappe. Solange man uns von der Hütte aus sehen konnte, wurde gefahren, danach auch mal geschoben ;-) Die ersten Kilometer an diesem Morgen entlockten uns aber auch immer wieder ein „WOW“ oder „BOAH“, da die Landschaftlichen Eindrücke so überwältigend waren. Auf der wunderbaren und langen Abfahrt ins Ampezzer Tal, hielten wir am Wasserfall für einen kurzen Fotostopp. Ohne Sabine wären wir sicherlich in rasantem Tempo an dem Naturschauspiel vorbei gerast. Sabine war auch diejenige die bereits nach 200 m in die falsche Richtung uns vor einer folgenschweren Fehlabfahrt bewahrte. Kurze Zeit später lies sie uns aber 3 km und etliche Höhenmeter zusätzlich hochtreten. Die Jungs aus Kempten standen glücklicherweise an der Stelle, an der es von der Hauptstrasse abging und auf einer steilen Rampe durch den Wald in Richtung Son Forca. Durch das Skigebiet mussten wir immer wieder schieben, selbst bei der Abfahrt haben wir die Piste verlassen und benutzen den nicht ganz so steilen Wanderweg. Ja, ja Skigebiete sind halt meist recht steil, was einem im Winter auf seinen Brettern oder Brett meist gar nicht so auffällt. Am wunderbar gelegenen Misurinasee gab es nochmals eine ordentliche Stärkung und zur Zwischenbelohnung schon mal eine Eistüte. Wer weiß wie die Stärkung ausgefallen wäre, wenn wir gewusst hätten was uns noch erwartet. Die Asphaltrampe Richtung Aronzo-Hütte, wurde durch die vielen Kehren etwas erträglicher, hatte es zum Abschluss des Cross nochmals ordentlich in sich. Nach einem Capuccino in Rif. Lavaredo ging es auf dem Weg 101 die letzten Höhenmeter zur Drei Zinnen Hütte. Immer wieder bekamen wir eine Gänsehaut bei den Landschaftlichen Eindrücken in dieser einmaligen Felslandschaft. Am Ziel unseres Alpencross waren wir überglücklich und von den Eindrücken der letzten Tage sehr beeindruckt. Nach einem Belohnungsschorle und dem Bezug des Massenlagers, kamen H & H auch noch und wir genossen ein herrliches Menü und einen guten Tropfen Wein. Zum Spaß fragt Stefan noch die Bedienung, wann das Rotlicht zum beleuchten der Drei Zinn eingeschaltet wird. Sie klärt ihn auf und wies ihn darauf hin, dass dieses Naturschauspiel wenn überhaupt um 5:30 Uhr am Morgen statt findet.
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Tag 8 Von der Drei-Zinnen-Hütte nach Geislingen/Steige 100 km 2 120 Hm (runter) Drei-Zinnen-Hütte - Toblach - Bahnstrecke gesperrt! - Brixen - Zug nach Geislingen/Steige
Unglaublich aber war, am nächsten Morgen wurden wir durch das rote „Drei Zinnen – Glühen“ geweckt und die Fotoaparate liefen nur wenige Sekunden später fast heiß. Nach einem reichhaltigen Frühstück machten wir uns gemeinsam mit H & H auf, um die letzten 30 Kilometer zum Bahnhof in Tobblach in Angriff zunehmen. Am Bahnhof dann der „Supergau“, die Bahnstrecke Richtung Brenner war für mehrer Monate gesperrt und der Schienenersatzverkehr nahm keine MTB mit (Schon gar nicht 5 Stück). Nach einigen Lösungsversuchen, wurde allen klar es gab nur eine Möglichkeit um nach Hause zu kommen, 70 km Vollgas (um den Zug in Brixen noch zu bekommen). Da wir das Fluchen und Schimpfen an dieser Stelle nicht wiedergeben wollen, sei euch gesagt, wir haben es geschafft und werden es nie wieder vergessen. Die Zugfahrt ab Brixen brachte keine weiteren bösen Überraschungen mehr. Dank einem sehr beratungsfreudigen Schaffner wurde die Fahrt vom Brenner bis Lindau super billig.
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Fazit: Der Alpencross Tegernsee – Drei Zinnen hielt, dass was er versprach und was wir von ihm im Vorfeld erwarteten. Die hohe Bewertung beim Erlebniswert ist vollkommen gerechtfertigt und macht ihn zu einem „Super - Alpen – Cross“. Wenn man dann noch so nette Sportskameraden wie H & H kennen lernt, rundet dies die ganze Geschichte ab.
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